Schlechte Zeiten für Bergführer
Verregneter August beschert große Verdienstausfälle- Prinoth: Nicht mehr reinzuholen.
Irgendwie ist wettermäßig im August der Wurm drin. Wenn nicht eh tatsächlich schlechtes Wetter war, dann war es zumindest vorhergesagt. Für Südtirols Bergführer ist beides ein Problem. Und so verzeichnen sie gebietsweise enorme Ausfälle.
In einem normalen August sind die Grödner Bergführer 25 bis 28 Tage im Monat ausgebucht. „In diesem August kommen wir auf vielleicht 12 bis 15 Tage“, sagt Othmar Prinoth, Präsident des Südtiroler Bergführerverbandes. Und an diesen sei man nur für kleinere Touren gebucht worden, weil für größere das Wetter auch nicht gepasst habe. „Wenn man erst nach 10 Uhr starten kann, weil es vorher regnet, dann gehen sich eben viele Touren nicht mehr aus“, erklärt er. In den vergangenen Tagen sei auch noch Schneefall bis auf 2300 Meter dazugekommen, der bestimmte größere Touren ebenfalls unmöglich mache. Kleinere Touren bedeuten aber auch kleinere Verdienste. Und so sind die Bergführer doppelt gestraft. „Das holt man auch mit einem guten September nicht mehr herein“, so Prinoth. Etwas anders sieht die Lage da im Ortlergebiet aus. „Die vergangene Woche war extrem schlecht, aber davor hätte man schon gehen können“, weiß Bergführer Olaf Reinstadler aus Sulden. „Doch wenn Schlechtwetter angekündigt ist, dann melden sich die Gäste erst gar nicht.“ Dabei mache für Eistouren leichter Niederschlag, sprich Schnee, nichts aus.



